CBD & Legal Highs – Was steckt dahinter?
Einleitung
Der Begriff „Legal High“ wird häufig für psychoaktive Produkte verwendet, die zeitweise nicht eindeutig unter bestehende Verbotsregelungen fallen. Gleichzeitig wird auch CBD häufig im Zusammenhang mit Hanfprodukten und Cannabinoiden genannt.
Dabei handelt es sich um zwei sehr unterschiedliche Themenbereiche. CBD ist ein Cannabinoid aus der Hanfpflanze und wird nicht mit dem typischen THC-bedingten Rausch gleichgesetzt. Sogenannte Legal Highs hingegen werden häufig gerade wegen ihrer psychoaktiven Wirkung angeboten oder konsumiert.
In diesem Artikel erklären wir die wichtigsten Unterschiede, Risiken und rechtlichen Besonderheiten.
Was ist ein „Legal High“?
Als „Legal Highs“ werden häufig psychoaktive Produkte bezeichnet, deren Inhaltsstoffe nicht unmittelbar oder zeitweise nicht eindeutig von bestehenden Stoffverboten erfasst wurden.
Dabei kann es sich beispielsweise um synthetische oder halbsynthetische Substanzen handeln. Zusammensetzung und Wirkstoffgehalt können sich stark unterscheiden. Gerade diese wechselnden Inhaltsstoffe machen eine verlässliche Einschätzung von Wirkung und Risiko schwierig.
Wichtig: Der Begriff „legal“ bedeutet nicht automatisch, dass ein Produkt sicher oder dauerhaft erlaubt ist.
Was ist CBD?
CBD steht für Cannabidiol und gehört zu den natürlich vorkommenden Cannabinoiden der Hanfpflanze.
Im Gegensatz zu THC wird CBD nicht mit der typischen berauschenden Wirkung von THC in Verbindung gebracht. CBD findet sich heute in unterschiedlichen Produktkategorien, wobei sich rechtliche Anforderungen je nach Produktart und Verwendungszweck unterscheiden können.
Dazu zählen beispielsweise:
- Kosmetikprodukte
- Hanfprodukte
- Liquids
- Öle
- weitere cannabinoidhaltige Produkte
Die rechtliche Bewertung hängt nicht ausschließlich vom THC-Gehalt ab, sondern unter anderem auch von Produktart, Inhaltsstoffen, Kennzeichnung und vorgesehenem Verwendungszweck.
CBD und Legal Highs – wo liegt der Unterschied?
Der wichtigste Unterschied liegt im Zweck und in der Wirkung:
- CBD wird nicht als klassisches Rauschmittel eingeordnet.
- Legal Highs werden häufig gerade wegen ihrer psychoaktiven Eigenschaften angeboten oder konsumiert.
- Die Zusammensetzung von CBD-Produkten ist in der Regel klarer nachvollziehbar.
- Bei sogenannten Legal Highs können Inhaltsstoffe und Konzentrationen stark variieren.
- „Legal High“ ist kein rechtlich geschützter Begriff und keine Garantie für Legalität oder Sicherheit.
Warum können Legal Highs problematisch sein?
Ein wesentliches Risiko liegt in der oft schwer vorhersehbaren Zusammensetzung.
Mögliche Probleme sind:
- unbekannte oder wechselnde Wirkstoffe
- unklare Konzentrationen
- fehlende Qualitätskontrollen
- nicht vollständig deklarierte Inhaltsstoffe
- schwer einschätzbare Wirkungen und Nebenwirkungen
Gerade bei synthetischen oder neuartigen Substanzen kann die Datenlage begrenzt sein.
Wie ist die Rechtslage?
Die Rechtslage ist komplex und kann sich ändern.
Ob ein Produkt erlaubt ist, hängt unter anderem davon ab:
- welche Stoffe enthalten sind
- in welcher Konzentration sie enthalten sind
- wie das Produkt eingeordnet wird
- welchem Verwendungszweck es dient
- welche gesetzlichen Regelungen aktuell gelten
Bei CBD-Produkten ist deshalb eine pauschale Aussage wie „unter einem bestimmten THC-Wert immer legal“ zu kurz gegriffen.
Auch bei sogenannten Legal Highs gilt: Nur weil ein Produkt im Handel angeboten wird, bedeutet das nicht automatisch, dass es rechtlich unproblematisch ist.
Welche Risiken bestehen bei CBD-Produkten?
Auch CBD-Produkte sollten nicht automatisch als risikofrei angesehen werden.
Zu beachten sind unter anderem:
- mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten
- unterschiedliche Produktqualität
- Abweichungen zwischen Kennzeichnung und tatsächlichem Inhalt
- Unterschiede in Zusammensetzung und Konzentration
Verbraucher sollten deshalb Produktinformationen und Herstellerangaben sorgfältig prüfen.
Was sollte man beim Kauf beachten?
Wer sich für CBD- oder cannabinoidhaltige Produkte interessiert, sollte insbesondere auf folgende Punkte achten:
- klare Herstellerangaben
- transparente Inhaltsstoffe
- nachvollziehbare Produktkennzeichnung
- seriöse Anbieter
- aktuelle rechtliche Hinweise
Bei gesundheitlichen Fragen oder gleichzeitiger Medikamenteneinnahme sollte fachlicher Rat eingeholt werden.
Fazit
CBD und sogenannte Legal Highs sollten klar voneinander getrennt betrachtet werden.
CBD ist ein Cannabinoid aus der Hanfpflanze und wird nicht mit dem typischen THC-Rausch gleichgesetzt. Legal Highs hingegen sind häufig gezielt psychoaktive Produkte mit teilweise schwer vorhersehbarer Zusammensetzung.
Der Begriff „legal“ ist dabei kein Qualitätsmerkmal und keine Garantie für Sicherheit. Entscheidend sind immer Inhaltsstoffe, Produktart, aktuelle Rechtslage und transparente Kennzeichnung.